Um Dich zu lieben, reichte ein Augenblick.
Um Dich zu vergessen, würde nicht einmal die Ewigkeit reichen.
(unbekannt)
* 14.11.2010 † 12.09.2026
Als Soi im August 2014 auf unserer Website online ging, klingelte wenig später das Stationstelefon: Eine uns schon länger bekannte Familie, die nach dem Tod ihrer Hündin auf der Suche nach einer neuen Gefährtin war, hatte sich beim ersten Anblick in Soi verliebt. Beim persönlichen Kennenlernen bestätigte sich dieses Gefühl, und so durfte Soi gleich mit ihrer neuen Familie in ihr neues Leben starten.
Mit dem Neuanfang erhielt Soi auch einen neuen Namen: Aska.
Die ersten Monate waren von gesundheitlichen Herausforderungen geprägt, doch Aska fand schnell ihren Platz in ihrer Familie. Die anfangs sehr vorsichtige Hündin fasste nach und nach Vertrauen und öffnete schließlich auch ihrem neuen Herrchen ihr Herz. Fremde Menschen machten ihr weiterhin Angst, und selbst in der ruhigen ländlichen Umgebung waren Spaziergänge oft nicht einfach. Doch ihre Familie blieb stets an ihrer Seite, gab ihr Sicherheit und nahm Aska an, wie sie war.
Als Aska 2015 aufgrund eines chronischen Glaukoms beide Augen entfernt werden mussten, änderte das nichts an der tiefen Verbundenheit. Mit Liebe, Geduld und Fürsorge begleiteten ihre Menschen sie durch diese schwere Zeit und durch die vielen Jahre, die folgten. Das Zusammenleben war nicht immer unkompliziert, doch Aska gehörte dazu, wurde geliebt, beschützt und umsorgt.
Nun ist die Zeit des Abschiednehmens gekommen. Mit 16 Jahren verließen Aska die Kräfte, und ihre Familie erwies ihr einen letzten großen Liebesdienst.
Liebes Nothilfe-Team,
am 12.09.2026 mussten wir unsere Aska, ehemals Lumi-Soi, geb. 14.11.10, einschläfern lassen.
Am 24.08.2014 auf der Internetseite gesehen, zwei Stunden später in Gauselfingen, nachmittags daheim.
Sie war etwas Besonderes, nicht alltagstauglich, aber sie meisterte ihr Leben in elf blinden Jahren – 2015 beide Augen entfernt, chronisches Glaukom – nach einer etwa einjährigen “depressiven Phase” sehr gut. In Haus und Garten bewegte sie sich ohne Einschränkungen; das Nach-Draußengehen, auch bei uns in absolut ruhiger Lage, war schwierig.
Lange Zeit gingen wir mit zwei befreundeten Hunden, unsere schönste Zeit, da konnte sie ihren robusten Spieltrieb ausleben. Die letzten Jahre wollte sie nur noch im großen Garten sein, was letztlich dazu führte, dass sie in den Hinterläufen immer schwächer wurde und nur noch mit Gehhilfe mehr als ein paar Schritte gehen konnte. Auch das Fressen und Saufen ließ sie sich schon länger verabreichen. Den heißen Sommer hat sie noch mit Bravour gemeistert, dann aber immer schwächer werdend und nur noch liegend, wollten wir sie freigeben.
Es war nicht das Beisammensein, das ich mir gewünscht habe, weder für sie noch für mich/uns, aber sie war meine Seelengefährtin und wird es immer bleiben.
Traurig und dankbar
P. S.-S.
Liebe Familie S.-S., wir danken Ihnen von Herzen für alles, was Sie für dieses besondere Mädchen getan haben. Ein Hund, der große Ängste mitgebracht hat, später sein Augenlicht verlor und sicher nicht immer einfach war, und trotzdem sechzehn Jahre lang geliebt und getragen wurde – das ist etwas ganz Besonderes.
Gerade in den schwierigen Zeiten haben Sie Aska gezeigt, dass sie sich auf Sie verlassen kann. Sie haben Aska immer wieder das gegeben, was sie gerade brauchte, bis zum letzten Moment.
Wir wünschen Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit und hoffen, dass die vielen schönen Erinnerungen an Aska Ihnen Trost schenken.
Komm gut über die Regenbogenbrücke, liebe Aska. Du wurdest geliebt.
Das Team der Nothilfe für Polarhunde
