Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
(Antoine de Saint-Exupery)
* 04.10.2013 † 30.09.2026
Die Siberian Husky-Hündin Jules wurde schweren Herzens von ihrer Familie Ende Januar 2026 zu uns in die Auffangstation gebracht, da sich deren Lebensumstände stark verändert haben. Jules lebte seit dem Welpenalter bei der Besitzerin und hatte ein erfülltes, artgerechtes Leben im Haushalt und in der Natur. Jules kam gut sozialisiert, erzogen und konnte bald mit dem Rüden Samoset vergesellschaftet werden.
Wir haben sie umgehend zu unserer Tierärztin zum Check-Up begleitet und sie bekam Medikamente für ihre Schilddrüse und Schmerzen. Damit verbesserte sich sofort ihr Allgemeinzustand, ihr Fressverhalten und besonders ihr Fell. Sie bekam Kosenamen wie ‚Flöckchen‘ und ‚Eisbär‘. Jules zeigte sich bei uns sehr Menschenbezogen. Sie liebte Streicheleinheiten und gemeinsame Spaziergänge in der Natur. Altersgemäß ruhte sie danach. Gerne lag sie in Hexes Hütte im weichen Bett und hatte dabei den Überblick über das Stationsgeschehen. Wir mochten sie alle sehr und versuchten ihr den Aufenthalt auf der Station möglichst altersgerecht angenehm zu gestalten.
Ein ruhiges Zuhause für ihren dritten Lebensabschnitt zu finden war unser Ziel. Jules gehörte nicht unbedingt zu den Großstadt-Fans. Hektik und ‚Überfüllung‘ war nicht ihr Ding. Zumal sie nicht mehr besonders gut hörte und sah.
Letztlich passte es rundum für Jules und eine Familie mit Sohn und einem rücksichtsvollen Rüden. Nach drei Monaten Aufenthalt in der Station wurde sie am 24. April abgeholt. Jules freute sich sehr und ließ sich gleich vom Sohn beschmusen. Er hat ihr noch ein drittes weiches Bett ausgesucht, damit sie es überall bequem hat. Über eine selbstgebaute Rampe erklomm Jules den mit ebenso weicher Unterlage ausgestatteten Kofferraum, um sich in ihr neues Zuhause in einer sehr ländlichen Region Bayerns chauffieren zu lassen. Sie warf uns noch einen letzten Blick durch die Heckscheibe zu.
Zuhause genoss sie offensichtlich das Leben mit einer Familie in einem ruhigen Haus und Hof. Wir hatten für alle zusammen so sehr gewünscht, dass es noch lange so sein darf. Aber das Leben hatte andere Pläne. Leider setzte auch bei Jules ein Milz-Tumor dem Glück ein Ende. Es gab nur noch eine richtige Möglichkeit, um Jules Leid zu ersparen.
Liebe Familie W.,
es tut uns sehr leid und wir trauern mit Ihnen um diese liebenswerte Hündin. Aber es ist uns allen ein Trost, dass Jules noch fünf Monate bei Ihnen schmerzfrei und umsorgt das Familienleben auskosten durfte. Vielen Dank für die herzliche Aufnahme von ‚Oma Jules‘ und die Pflege und Liebe, die Sie ihr zukommen ließen.
Das traurige Team der Nothilfe für Polarhunde

