Malou

Paten gesucht

Rasse: Siberian Husky
Geschlecht: weiblich
Geboren: 04.11.2017
Verträglichkeit: lebt in der gemischten Gruppe
Katzen/ Kleintiere: eher nein
Kinder: nein
Besonderheit: professionell behandelte, verheilte Fraktur am Bein hinten rechts

Seit Ende Februar 2020 in unserer Auffangstation auf der Schwäbischen Alb

08.02.2025:
Malou hat von den Treffen mit unseren Gassigehern profitiert, in denen wir praktische Unterstützung für das Verständnis für unsere Stationshunde anbieten. Malou hat eine feste Gassigeher-Familie (alle Erwachsene), die Malou inzwischen selbst das Geschirr anlegen, sie mehr anfassen und bürsten dürfen. Damit hat Malou nicht nur ihre Spazierrunden wie früher, sondern mehr und intensivere Ansprache und Kontakt.
Und Malou sucht Kontakt mit Menschen. Hier ein kleines Beispiel, das es auch gezeigt hat: Unsere Baumaßnahmen an der Südfassade Ende 2024 bedeuteten für die Stationshunde eine riesige Herausforderung: Baulärm, Unruhe, die Halle war blockiert, Gehege mussten nacheinander freigeräumt werden, d. h. die Hunde mussten umziehen, kein Ablauf war wie üblich …. Alle Hunde zeigten ihren Unmut darüber – nur Malou genoss die Abwechslung. Obwohl sie bekanntlich eher eine ‚Stubenhockerin‘ ist, schaffte sie eine Decke an den besten Aussichtspunkt in ihrem Gehege und beobachtete den ganzen Tag die Handwerker. Wir nannten sie die ‚Bauleiterin‘, ihr fehlte nur noch der weiße Helm. Am dritten Tag drückte sie sich an den Zaun und signalisierte ihrem Favoriten unter den Handwerkern, dass er sie jetzt kraulen dürfe!

Wo sind die Menschen, die Malou ein neues Zuhause schenken und Freude daran haben, sie in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen? Selbstverständlich stehen wir Ihnen mit unserem Wissen dabei gerne zu Seite.

08.03.2020:

Malou hat für ihr Alter einiges hinter sich und ‚auf dem Kerbholz‘. Mit gerade mal stark zwei Jahren hat sie gerade noch die Kurve vor der wegen zwei Beißvorfällen drohenden Euthanasie bekommen. Sie hatte Glück und die Unterstützung eines beherzten Menschen, der sie zu uns auf den Hasleberg lenkte.
In den ersten Tagen zeigten uns ihre interessant gefärbten Augen eindeutig: lasst mich bloß in Ruhe und bleibt mir vom Leib! Sie war völlig hektisch, versuchte sich aus dem Halsband zu winden und wir fanden so gar keinen Zugang zu ihr. Eine Woche haben wir täglich konsequent Malou aus dem Gehege geholt und sie aufgefordert, ruhig ein paar Schritte weiter mit uns durch die Halle zu gehen. Dann war sie bereit, uns kurzzeitig einen freundlichen Blick zuzuwerfen und mal eine Berührung zuzulassen, ohne gleich abzuschnappen.
Sie zeigte ansatzweise Bereitschaft, unsere Führung und Entscheidungen anzunehmen. Wir arbeiten weiter daran, ihr den sichtlichen Stress durch ihre ständig zu treffenden eigenen Entscheidungen abzunehmen. Es wird ein langer, alle Geduld fordernder Weg werden. Aber er wird sich vor allem für Malou rentieren. Falls Malou Ihr Interesse weckt, ist es sicher von Vorteil, so früh wie möglich aktiv in ihre Entwicklung einzusteigen. Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören!
Das Team der Nothilfe für Polarhunde