Niko

Paten gesucht

Okt 28, 2023

Lebt seit Dezember 2010 auf Dauerpflegestelle
Besonderheit: isolierter Processus anconaeus

28.10.2023:

Niko geht es gut, auch wenn er die warmen Sommertage so gar nicht mochte. Aber im Haus war es gut auszuhalten. Die Spaziergänge werden an solchen Tagen auf später am Abend verlegt und führen dann immer durch einen Wald und an einem kleinen Bach entlang, in dem Niko sich gerne erfrischt.
Ein „Jungbrunnen“ für Niko ist auch Jamie, der kleine Hund des Sohnes seines Pflegefrauchens. Niko und Jamie mögen sich sehr, und sie rennen und spielen – soweit es Nikos Alter und Behinderung eben zulassen. Aber Jamie akzeptiert Niko, wie er ist, und seit Jamie da ist, ist Niko aufgeblüht.
Nikos Pflegefrauchen hat sein und ihr gemeinsames Leben in einem schönen Satz zusammengefasst: „Wir genießen unser Leben einfach.“ So sollte es sein! Ein Lebensmotto, von dem wir alle zumindest ein bisschen übernehmen könnten, oder?

07.12.2011:

Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens (John Steinbeck)

Der quirlige Niko wird sich nicht daran halten – darum wünschen wir das Beate und Jens, denen wir nach einem Jahr voller Einsatz nun doch ein wenig Ruhe gönnen würden.
Denn Shiba-Bube Niko feierte am 30.10.2011 seinen allerersten Geburtstag.
Dieses Jahr war angefüllt mit aufreibenden Operationen, mit hoffnungsvoller Physiotherapie. Mit aufregender Hundeschule, um dem kleinen Mann alles zu geben, was nötig ist. Ein funktionierendes Beinchen , einen kräftigen Körper und natürlich eine gute Portion Sozialkompetenz für alle Lebenslagen. Dabei immer treu an seiner Seite: die Pflegeeltern Beate und Jens. Die das alles so erst möglich gemacht haben. Danke für diesen Einsatz und die Hingabe an diese Aufgabe.
Heute, nach diesem Jahr, ist Niko ein Ausbund an Lebensfreude.
Sein Ehrentag sollte etwas Besonderes sein. Darum begann er mit einem symbolischen Herz aus Leckerli. Bissen für Bissen gute Wünsche. Danach reihten sich Liebesbekundungen seiner Menschen und natürlich Freundschaftsbekundungen nahtlos aneinander.
Yuki durfte da nicht fehlen. Der im August direkt in die Nachbarschaft eingezogene Shiba-Kumpel, dessen Eltern Niko so toll fanden, dass Yuki dadurch bei ihnen ein liebevolles Zuhause fand, worüber wir uns wirklich unglaublich gefreut haben.
Die beiden sind richtig dicke Kumpel geworden. Jeder Tag beginnt mit dem Morgenspaziergang, wo natürlich Rumtoben (für Niko noch immer mit Einschränkung) ganz oben auf der Liste steht. Manchmal wird Niko dabei von Katze Minka begleitet. Deren Freundin Lady Pascha ist dafür zwar nicht mehr rüstig genug – doch Niko versucht das auszugleichen, indem er mit ihr auf dem Sofa kuschelt und sie an seinen Erlebnissen teilhaben lässt. Denn die Hund-Katzenbeziehung ist wunderbar harmonisch geworden.
Nicht fehlen durfte auch ein Treffen mit dem netten Jogger samt Bernersennenhund. Die beiden begeistern unseren Niko derart, dass er am liebsten immer gleich mitlaufen würde. Doch 1. fehlt seiner Beate das radikale Jogging-Gen, und 2. ist intensives Dauerlaufen noch nicht erwünscht, um Nikos Beinchen nicht zu überlasten. So bleibt’s beim Freuen und Hinterherschauen. Aber nicht lange – dann ruft sowieso das nächste Abenteuer. Denn das lauert für Niko hinter jeder Kurve, jedem Busch.
Niko hat auch die Kastration gut überstanden, und so langsam wird der Rabauke etwas erwachsener.
Dementsprechend werden bisher akzeptierte Grenzen neu ausgelotet. Doch die bislang investierte Arbeit lohnt sich, und so haben Beate und Jens den Fragen und kritischen Anmerkungen des jungen Mannes immer das Richtige entgegenzusetzen.
Anfang 2012 steht die nächste, vielleicht die entscheidenste Kontrolluntersuchung an. Denn wenn diese zeigt, dass Nikos Befund allen Erwartungen entspricht, so werden seine Menschen keine Pflegeeltern mehr sein – sondern Niko wird endlich seine ganz eigene Familie haben.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde