„Meine kleine treue Seele ist jetzt frei, hat keine Schmerzen mehr.“
(Nikos Pflegefrauchen)
* ca. Ende Oktober 2010 † 02.07.2026
Niko kam als kleines Shiba-Baby in unsere Obhut. Das Ellenbogengelenk an seinem rechten Vorderbeinchen war um mehr als 90 Grad verdreht, Elle und Speiche lagen falsch und alles war mit Knochengewebe überwuchert. Niko konnte das Beinchen dadurch nicht normal bewegen, Muskeln und Sehnen verkürzten sich. Die Ursache – so geboren oder (un)absichtlich falsch angefasst – haben wir nie herausfinden können. Letztendlich war es auch egal – wichtig war jetzt, alles zu versuchen, damit Niko ein vor allem schmerzfreies und ein möglichst „normales“ Leben führen konnte.
Niko hatte ganz viel Glück: Er fand die beste Dauer-Pflege-Mama, die er finden konnte; sie tat alles, um Niko zu unterstützen. Niko hatte auch die besten Tierärzte und die beste Physiotherapeutin, die sich um ihn kümmerten. Und er hatte Paten, die ihn mental und finanziell unterstützten.
Sein erstes Lebensjahr war geprägt von OPs. Groß war die Freude, als die Tierärzte „grünes Licht“ für Physiotherapie und Hundeschule gaben. Auch letzteres war wichtig, denn obwohl das Pflegefrauchen ihn liebevoll-konsequent auf den „richtigen“ Weg brachte, hatte Niko einen typischen Shiba-Sturkopf, der Shiba-typisch diskutieren konnte. Und natürlich sollte er Kontakt zu anderen Hunden haben.
Diesen hatte er viele Jahre auch Zuhause und in der Nachbarschaft – alle liebten Niko, vor allem die Kinder, und Niko liebte Kinder. Niko verhalf sogar einem anderen Shiba-Buben zu seiner Familie, denn die Familie war so begeistert von Niko, dass sie NUR einen Shiba wollten.
Da das rechte Beinchen immer etwas krumm und etwas kürzer war als das linke, entwickelte Niko im Laufe der Jahre Arthrose. Anfangs halfen Schmerzmittel bei entsprechendem Wetter (nasskalt oder Wetterwechsel), später bekam er monatlich seine Spritze. Damit kam er gut zurecht. Die Runden wurden kürzer, aber er bestand bis zu Schluss auf seine kleinen Runden in seiner Straße.
Und vor allem hatte Niko sein ganzes Leben lang ein großes Hobby, dem er auch mit verkürztem Beinchen und Arthrose frönen konnte und durfte: Kuscheln. „Mein lieber Kuschelbär“ nannte ihn sein Pflegefrauchen.
Wer hätte anfangs gedacht, dass Niko fast 16 Jahre alt werden würde?
Das macht den Abschied nicht leichter. Das Pflegefrauchen schreibt:
„Mit acht Monaten kam Niko zu mir, 15 Jahre und 8 Monate durfte er alt werden. Bis zum Schluss wollte er an unserer Straße seine kleine Runde laufen. Pünktlich um 9 und um 18 Uhr bekam er seine Medikamente. Am Schluss hat er viel getrunken, auch nachts, aber die große Blutuntersuchung ergab nichts Außergewöhnliches. Der Abschied kam dann plötzlich: Abends hat er sich erbrochen, auch Galle, dann die ganze Nacht tief geschlafen – er war müde, konnte nicht mehr. Der Tierarzt hat ihn erlöst.
Er kommt nie mehr wieder, das tut soo weh, aber meine kleine treue Seele ist jetzt frei, hat keine Schmerzen mehr.“
Liebe B. K., wir möchten Ihnen unser herzlichstes Beileid aussprechen. Jeder, der einmal ein Tier gehen lassen musste, kann mitfühlen, was so ein Verlust bedeutet, welche Leere so ein kleines Lebewesen hinterlässt. Dafür, dass Sie keine Mühen gescheut und Niko ein so schönes Leben geschenkt haben, danken wir Ihnen von Herzen. Wir hoffen und wünschen, dass bald die schönen Erinnerungen an und die Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit die Trauer überwiegen werden.
Das Team der Nothilfe für Polarhunde
