Unsere „Schneeflocke“ Timber wurde aus persönlichen Gründen Mitte April 2025 bei uns abgegeben. Der sensible Husky-Rüde hatte seit dem Welpenalter (* 01.12.2015) immer bei derselben Familie gelebt und lernte das Leben in Haus und Garten mit allen Geräuschen, den Umgang mit Kindern und Artgenossen sowie im Auto mitfahren. Er kennt auch Trainingswagen, Fahrrad und Joggen. In den letzten Jahren wurde dies aus Zeitmangel aber kaum noch ausgeübt.
Menschen gegenüber verhielt sich Timber anfangs manchmal noch etwas zurückhaltend, ist aber grundsätzlich immer freundlich und nach erfolgtem Kennenlernen auch neugierig. Er ist allerdings leicht erregbar und neigt zu Nervosität, wenn man nicht entsprechend auf ihn einwirkt und „gegensteuert“. Mit Hündinnen ist Timber grundsätzlich verträglich (bei Rüden entscheidet die Sympathie), ihre Gesellschaft ist ihm sehr wichtig.
Uns fiel sofort eine Fehlstellung der Hinterbeine auf (X-Beine). Wir stellten ihn unserer Tierärztin vor. Als Timber sich eingelebt hatte, wurden unter Narkose seine Gelenke geröntgt und gleich noch der Zahnstein entfernt. Das Ergebnis war sehr positiv, einer sportlichen Betätigung steht aus tierärztlicher Sicht also nichts im Weg. Timber wurde außerdem von einer Hundephysiotherapeutin begutachtet. Die empfohlenen Übungen macht er mit Freude mit, sie verbesserten seine Fehlstellung enorm.



Wir konnten die Suche nach einer passenden Familie für Timber starten. Es sollten möglichst sportliche Menschen sein, die das begonnene Training mit Timber fortsetzen möchten. Ein souveräner Ersthund war ein weiterer Wunsch für Timbers neues Leben. Fast ein Jahr nach seiner Ankunft auf dem Hasleberg erfüllten sich die Wünsche.
Eine gleichaltrige Nordische namens Bonnie, die vor Jahren von uns vermittelt wurde, sollte wieder einen hündischen Partner bekommen. Ihre Familie schaute in unsere Homepage und entdeckte Timber. Beim Kennenlernen auf der Station war Timber natürlich sehr aufgeregt, aber Bonnie zeigte ihm souverän, wie sie sich ein Zusammenleben vorstellt.
Es wirkte! Timber durfte am 1. April 2026 mit in sein neues Zuhause nach Bayern fahren. Wir haben Fotos gesehen, die einen entspannten und charmanten Timber zeigen. Etwas überfordert war er wohl beim Erstkontakt mit der jungen Hündin, die öfter zu Besuch kommt. Der ‚Hausherr‘ nahms gelassen und gibt den beiden etwas mehr Zeit bei der Vergesellschaftung.
Wir danken Familie B. für die Mühen und die Begleitung Timbers und wünschen allen viel Glück und Spaß miteinander. Auf die versprochene Post nach der Eingewöhnung sind wir heute schon gespannt!
Das Team der Nothilfe für Polarhunde
